Lowlands-L Travel
Lowlands-L Travel : Places to Experience and Remember

Please Fasten Your Seat Belts!

Contents


Global Pilot
Places to See
Places to Meet
Places to Stay

Things to Do

Places to Eat

Things to Taste

Things to Buy

Things to Know

Things to Say


Other Sites

Home Base
Participants
Works Wanted
Disclaimer
Contact
Guests
Lowlands-L
Anniversary
Gallery
Traditions
History
Language Tips

New:
East Frisian Tea
Western Australia
St. Jacob’s Path
Land Hadeln
Ballin-Stadt
Kiekeberg Museum
Berlin
Berney Arms
Edinburgh
Heath Honey
Heath Torte
North German Fish
Drenthe Dolmen
The Abbotts
Steenokkerzeel
Belgian Fries



Deutsch
Drèents*
English

Die „Pfaffenlose Kirche“ bei Schoonoord

Von Arend Victorie, Hoogeveen, Drenthe, Niederlande, ©August 2007
Übersetzung von Reinhard F. Hahn, Seattle, Washington, USA, ©August 2007

[Dieser Artikel befindet sich auch unter „Water under the Bridge“.]

Map of the Northern NetherlandsDer Name „Pfaffenlose Kirche“ (niedersächsisch Papeloze karke, niederländisch Papeloze kerk) bezeichnet ein gewisses Hünengrab, das sich in einem bewaldeten Gebiet zwischen Schoonoord und Sleen (Stadtbezirk Coevorden) in der schönen niederländischen Provinz Drenthe befindet. Es trägt Karteinummer D49. Es wurde wohl zur Zeit der in Europa ungefähr vier Jahrtausende v. Chr. entstandenen Trichterbecherkultur errichtet.

Der Name „Pfaffenlose Kirche“ bezieht sich auf Geheimgottesdienste, die unter der Leitung von Menso Alting im Freien, normalerweise in Wäldern stattfanden, als niederländische Protestanten im 16. Jahrhundert verfolgt wurden. Solche Gottesdienste wurden als „pfaffenlos“ bekannt. Mit Johannes Calvins Worten handelte es sich um une église sans pape („eine Kirche ohne Papst“). Der Name des Hünengrabs soll an einen oder mehrere solcher Freiluftgottesdienste des Achtzigjährigen Kriegs erinnern.
The Roundhouse in Fremantle
Die „Pfaffenlose Kirche“ bei Schoonoord
(Foto: Gouwenaar und Wikimedia Commons)

Solche Freiluftgottesdienste werden heutzutage noch einmal jährlich veranstaltet. Der letzte fand kürzlich statt, und zwar am 22. Juli. Der vorherige wurde gänzlich auf Drenther Niedersächsisch gehalten und wurde von der historischen Vereinigung von Hoogeveen organisiert, dessen Name Die Luyden van ’t Hooge Veene ist (altniedersächsisch für „Die Leute des Hohen Fenns“, im heutigen Niedersächsisch/Plattdeutsch Norddeutschlands De Lüüd’ vun ’t Hoge Feen).

Das Hünengrab ist jetzt von Wald umgeben, aber im 16. Jahrhundert lag es auf dem offenen Ellertsveld. Unerwünschte Gäste sah man bereits aus der Ferne, und sicherheitshalber hielt während eines Gottesdienstes ein Wachmann Ausschau.

Wegen seines damals recht schlechten Zustands wurde das Hünengrab 1959 unter der Leitung des Archäologen Albert van Giffen wieder instand gesetzt.


Map of the the relevant part of Drenthe Zurück nach “Places to See”
 Zurück nach “Netherlands”
 Zurück nach “Europe”

Andere Seiten:
 Gemeinde Coevorden
 Provinz Drenthe (PDF)
 Hünengrab (Wikipedia)
 The Official Dolmen Center
 Dolmens in the Netherlands



© 2007, Lowlands-L • ISSN 189-5582 • LCSN 96-4226 • All international rights reserved.